Therapie

operativ

Da sich konservative Therapiemöglichkeiten bisher nicht als ausreichend wirksam erwiesen haben, ist die Behandlungsmethode der Wahl nach wie vor die komplette Exzision der betroffenen Areale.
Rezidive treten in Abhängigkeit von der betroffenen Region jedoch auch in bis zu 30% der Fälle auf.
Die Eröffnung von Abszessen durch alleinige Stichinzision führt allerdings in nahezu 100% zum Rezidiv.
In jedem Fall ist eine ausreichend radikale Operation durchzuführen, dies bedeutet, dass alle die Erkrankung tragenden Hautbereiche entfernt werden müssen. Bei Verbleiben von Narben und Fisteln im OP-Gebiet ist unmittelbar von einem Wiederauftreten der Erkrankung auszugehen.
Verschiedene Möglichkeiten bieten sich an, den durch die Operation entstandenen Wunddefekt wieder zu verschließen. In Abhängigkeit von der Größe des Defektes und den individuellen Gegebenheiten sowie möglicherweise vorhandenen Faktoren, die eine Wundheilungsstörung von vorneherein erwarten lassen, kommen verschieden Techniken der Nahlappenplastik, eine Sekundärheilung oder auch der Defektverschluss durch Transplantation von Spalthaut in Frage.

Nahlappenplastik: Verschluss durch Verschiebung von Haut aus der unmittelbaren Umgebung.

Sekundärheilung: „offene“ Heilung mit Bildung einer Narbenpatte.

Spalthauttransplantat: Entnahme oberster Hautschichten gesunder Haut z.B. vom Hinterkopf oder Oberschenkel und Versetzung in den Defekt; selbsttätige Heilung an der Entnahmestelle ähnlich einer Schürfwunde.
Bei der Wahl der Verschlusstechnik sind selbstverständlich funktionelle und kosmetische Aspekte zu berücksichtigen. So sollte es unbedingt vermieden werden, dass es z.B. durch eine ausgedehnte Nahlappenplastik zu einer Spannung oder Verziehung der Haut mit nachfolgender Bewegungseinschränkung z.B. im Schultergelenk oder zu Verziehung der Harnröhre bei Eingriff im Bereich des Genitale kommt.

 

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