Diagnostik

Auf Grund des typischen klinischen Bildes, der Krankengeschichte und des Verlaufs der Erkrankung kann die Diagnose in den meisten Fällen klinisch gestellt werde. Bei ausgedehnter Fistelbildung kann es zur Planung der Operation erforderlich sein, diese Fisteln durch Kontrastmitteluntersuchungen oder spezielle Röntgenverfahren darzustellen.

Problematisch ist jedoch, dass die Erkrankung häufig einfach unbekannt ist, und die Hautveränderungen als wiederkehrende Schweißdrüsenabszesse gedeutet werden.

Darüber hinaus sind jedoch eine Reihe von anderen Erkrankungen zu berücksichtigen, die im Einzelfall einer Acne inversa ähnlich sein können. Hier wird ggf. erst die feingewebliche Untersuchung des Gewebes zur richtigen Diagnose führen, z.B. Hautbeteiligung bei Morbus Crohn.

Im Anfangsstadium der Acne inversa sind differentialdiagnostisch die durch Staphylokokken oder Streptokokken verursachten Furunkel bzw. Karbunkel abzugrenzen. Bei chronischer Acne inversa sollten weitere erregerbedingte Erkrankungen ausgeschlossen werden, wie tiefe Trichophytie, Aktinomykose, Sporotrichose und vor allem im Leisten- und Genitalbereich Lymphogranuloma inguinale. Weitere Differentialdiagnosen sind granulomatöse Erkrankungen wie Tuberculosis cutis colliquativa oder kutane Fisteln im Rahmen eines Morbus Crohn (s.o.).

 

© 2010- 2014,   www.acne-inversa-charite.de     E-Mail: acne-inversa@charite.de